Wie laufen die Jungpflanzenlieferungen im bauerngarten ab?
An zuvor über die Terminlisten und das Gartentelegramm bekannt gegebenen Terminen stellen wir im bauerngarten Jungpflanzen bereit. In der Vergangenheit war das jeweils eine im Mai nach den Eisheiligen, eine im Juni/Juli und eine Anfang August.
Die Jungpflanzenlieferung erfolg in der Regel am Gartenarbeitstag Dienstag oder Mittwoch. Dann stehen sie eine Woche an den Plätzen. Innerhalb dieser Zeit solltest du dir deine Pflanzen in die Parzelle setzen. Die ist wichtig, weil sonst die Pflanzen überständig werden.
Wie sind die Jungpflanzenplätze aufgebaut?
Die Jungpflanzen stehen an den Plätzen in Kisten. Bitte nimm dir immer aus der forderen Kiste. Falls dort nur noch ein paar traurige Restpflanzen stehen, setze die Restpflanzen in die nächste Kiste und räume die dann leere Kiste bitte ab.
Vor den Jungpflanzen stehen Regner, die diese mit Wasser versorgen. Dies erfolgt zweimal täglich. Einmal morgens, einmal am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr. Bitte verrücke die Regner nicht und stelle auch nichts zwischen die Kisten und die Regner. Solltest du mal feststellen, dass die Jungpflanzen zu trocken sind oder schon so nass, dass die Erdpresstöpfe zerfallen, gib bitte dem bauerngarten-Team Bescheid.
Welche Angaben finden sich auf den Jungpflanzenschildern?
Die Jungpflanzen stehen eigentlich immer in Reihen. Zaunseitig haben wir alle Reihen mit Schildern versehen. Die wichtigste Info auf den Schildern sind die Kulturbeschriftungen, also die Namen der Jungpflanzen. Gerade Zucchini, Gurke und Kürbis ist leicht zu verwechseln.
Die Stückzahl pro Parzelle geben wir immer in Pflanzen je kleine bzw. große Parzelle an. 4/8 bedeutet z.B. vier Pflanzen pro kleine, acht pro große Parzelle. Bitte nimm dir immer nur so viele Pflanzen, wie dir zustehen, damit es für alle Mitgärtner*innen genu gibt.
Damit du weißt, wo die Pflanzen in deiner Parzelle hingehören, haben wir die jeweige Pflanzenfamilie (z.B, „Kreuzblütler“) und das entsprechende Beet (z.B. „8A“ oder „Blumenbeet Innen“) benannt. Bitte beachte, dass unsere Fruchtfolge nur funktioniert, wenn du in das benannte Beet pflanzt oder (wenn das nicht gewünscht ist) entsprechende der Pflanzenfamilien zuordnest. Kreuzblütler dürfen im bauerngarten nur in Kreuzblütlerbeeten wachsen, Korbblütler nur in Korbblütlerbeeten etc. Das gilt auch für Aussaaten.
Damit deine Pflanzen gut gedeihen, brauchen sie aureichend Platz in der Parzelle. Den Platzbedarf benennen wir deswegen auf den jeweiligen Schildern. Stehen die Pflanzen zu weit, werden die Nährstoffe nicht genutzt und das Beikraut hat mehr Raum. Stehen die Pflanzen zu eng, bleiben die Pflanzen kleiner, die Nachbarpflanzen geraten in Bedrängniss oder der Krankheitsdruck erhöht sich.
Einige Kulturen in der Mailieferung sind nicht für deine Parzelle bestimmt. Zitronengras und Chili z.B. gehören in das Kräuterbeet. Falls du gerade Kapazitäten hast oder es sonst noch niemand vor dir gemacht hat und die Frist bald rum ist, hacke kurz das entsprechende Kräuterbeet in deinem Kreis und setzte die entsprechende Anzahl an Pflanzen ein.
Tipps zum Pflanzen
Oft werden die Pflanzen beim entnehmen aus den Kisten beschädigt. Versuche bei den eckigen Presstöpfen in den großen Kisten immer unter die Pflanze zu greifen. Bei großen Pflanzen ist es ratsam beide Hände zu nutzen. Eine unter den Erdpresstopf, eine am Stengelansatz. Tomaten und Paprika lassen sich sogar oft sehr gut am Stengelansatz hochheben. Neben den großen Kisten, in denen die Pflanzen in hydraulisch gepressten, quadratischen Blöcken wurzeln gibt es noch die sogenannten Quickpotplatten. Sie sind schwarz und vorstrukturiert. Jede kleine Pflanze ist in einem Töpfchen aus Kunststoff. Hier braucht es mehr Übung, die Pflanzen aus dem Topf zu lösen. Drücke dazu mit dem Finger oder Daumen von Unten in das entsprechende Loch in der Quickpotplatte um den Erdballen herauszuheben.
Oft kommt es bei demTransport von den Jungpflanzen in die Parzelle zu Verwechslungen. Nutze einen oder mehrere Eimer oder frei gewordene Kisten um die Jungpflanzen gut sortiert zu transportieren und überlege dir ein gutes System. Vielleicht funktioniert es gut für dich, die Pflanzen entsprechend des Beetplans vom Kreisrand zur Kreismitte aufzureihen? Oft ist es ratsam, Pflanzen die leicht zu verwechseln sind, nicht nebeneinander zu legen, sondern leicht zu erkennende Pflanzen als Trenner einzubauen.
Zur Wasserversorgung: Wenn die Jungpflanzen sich nicht ganz nass und schwer anfühlen und die Temperaturen in den nächsten Tagen hoch sind, lohnt es sich, die Erpdresstöpfe nochmal in Wasser zu stellen, bevor du sie pflanzt. Hilfreich ist auch, die Bodenfeuchte vorm Pflanzen zu prüfen und wenn der Boden nicht gesättigt ist, erst kleine Pflanzlöcher auszuheben und diese zu wässern, bevor du die Pflanzen setzt. Das kann auch helfen den Raum zu strukturieren.
Bevor du loslegen kannst, braucht es noch ein paar Vorbereitungen in der Parzelle. Zunächst empfiehlt es sich, das Beet vorm Pflanzen nochmal sorgsam von Beikraut zu befreien. Dann stelle zunächst die Jungpflanzen an ihren Platz und vergewissere dich nochmal, ob die Anzahl, Beet und Pflanzabstand stimmen.
Neben den Abständen ist die Pflanztiefe wichtig. Um die Jungpflanzen in den Boden zu sezten drückst du sie i.d.R. so tief in den Boden, dass die Oberkante des Erdpressstopf ebenerdig ist oder leicht mit Erde bedeckt. Bei Salat hingegen sollte der Topf immer ca. 1/3 aus dem Boden schauen. Kohl hingegen kann bis zu den ersten Blättern in den Boden, so auch Paprika, Chili und Tomate.
Wenn du irgenwie die Gelegenheit hast, mulche deine frische Bepfanzten Beete. So bleibt mehr Feuchtigkeit im Boden.