Gartentelegramm 23/2026

Liebe Bauerngärtner*innen,

die letzte Jungpflanzenlieferung ist erfolgt, die Gärten sind bunt und prall gefüllt mit Erntegaben, und auf den Feldern ist das Getreide schon geerntet und die Stoppelbearbeitung hat begonnen. Sogar die Tage werden schon wieder etwas kürzer. In diesem ersten Gartentelegramm im August erwartet dich eine umfangreiche Parzellenrundschau, eine etwas traurige Nachricht aus dem bauerngarten-Team und die üblichen Wünsche, Anmerkungen und Termine.

Eine schöne Restwoche und gutes Gärtnern wünschen euch

Lisa und Max

Parzellenrundschau

  • Die Cosmea-Blumen stehen in voller Pracht. Wo Sonnenblumen wachsen, überragen sie alles andere mit ihren gelben Köpfen. Borretsch und Calendula sind auf dem Rückweg in den Blumenhimmel. Wenn du sie halten willst, versuche es mit einem kräftigen Rückschnitt. Im Kreisinneren leuchten die Löwenmäulchen in allen Farben.
  • Die Rote Bete entwickelt sich unterschiedlich, aber im Schnitt deutlich besser als in den letzten Jahren. Besonders erfreulich ist, dass die Strategie, die Pflanzabstände zu erhöhen, um dem Pilz Ramularia beticola, der die Blattfleckenkrankheit verursacht, entgegenzuwirken, offensichtlich aufgeht. Dort, wo sie ausreichend Platz zur Verfügung haben, sind sie schön groß geworden.
  • Kürbis und Zucchini sind überall toll entwickelt und tragen gut. Wir haben dieses Jahr zum ersten Mal eine nicht rankende Hokkaido-Sorte. Die Anzahl der Früchte ist etwas geringer als sonst, dafür sind sie deutlich größer. Die zweite Kürbissorte aus der Mailieferung, der Futsu Black, hat eine etwas längere Entwicklungszeit als der Hokkaido. Erst wenn die Früchte nicht mehr grün, sondern beige geworden sind und einen mehligen Überzug bekommen haben, sind sie fertig zum Ernten.
  • Die Gurken sind inzwischen recht unterschiedlich. Einige sind schon deutlich vom Alter gezeichnet. Andere stehen noch richtig gut im Saft. Schmecken sie euch? Die Sorte Cosima wird übrigens als Einlegegurke bezeichnet, da ihre optimale Länge nur ca. 10 cm beträgt. Wenn du sie größer erntest, sind die Samen im Inneren deutlich weiter entwickelt und die Schale schon recht hart.
  • Zu den Zwiebelgewächsen: Der Lauch sieht sehr gesund aus. Die Lagerzwiebeln sind dieses Jahr leider etwas kleinwüchsig. Wo die Lauchzwiebeln noch stehen, sind sie gigantisch geworden und immer noch essbar. Bei den Lagerzwiebeln stirbt das Laub jahreszeitbedingt langsam ab. Wenn du die Möglichkeit hast, sie an einem trockenen Ort nachzutrocknen, ernte sie jetzt. Ähnlich ist es beim Knobi. Anders als bei Zwiebeln liegt die Knolle unter der Erde. Wenn das Laub ganz weg ist, ist er schwer zu finden.
  • Die Kartoffeln haben jahreszeitbedingt ihr Laub an die Krautfäule verloren. Spätestens jetzt solltest du mit der Ernte beginnen. Weißt du schon, wie du Kartoffeln am besten erntest? Stich dazu mit der Grabegabel parallel zur Reihe, aber neben dem Damm, so in den Boden, dass die Zinken etwas unter den Damm greifen, und brich den Boden auf. So gelingt es dir, dass keine Knollen aufgespießt werden.

Nachruf Boxer

Wir sind traurig und ärgerlich, denn uns wurde Ende letzter Woche unser schönstes und größtes Lieferfahrzeug, der Peugeot Boxer, einfach geklaut! Er stand in Pankow vor der Haustür von Lisa und am nächsten Tag guckte uns nur noch traurig seine Parklücke an.

Glücklicherweise sind wir versichert, aber die ganze Arbeit, das Material nachzubestellen und ein neues (bzw. wie üblich gebrauchtes) Fahrzeug zu recherchieren, Probe zu fahren etc., hätten wir uns gerne gespart. Besonders vermissen werden wir das wirklich tolle, von Birk gebaute Schwerlastregal mit gar lieblich geschwungenen Multiplexplatten und akkurat auf Napfkistengröße bemessenen Schubladen.

Lieber Boxer, R.I.P.

Wünsche und Anmerkungen

  • Herzlichen Dank schon mal an die vielen, vielen Menschen, die bereits Genossenschaftsmitglied geworden sind! Wir freuen uns, dass wir soooo viele Gründungsmitglieder werden. Das ist für uns alle ein richtig gutes Gefühl.
  • Mit der Saatgutausgabe gibt es noch mal eine Rochade: Das Koriandersaatgut geht in der kommenden Woche aus dem Sortiment. Dafür schauen die Radieschen noch mal vorbei. Wenn du noch mal das knackig-scharfe Frühsommererlebnis genießen magst, säe sie dir in den nächsten Wochen in das Kreuzblütlerbeet.
  • Ansonsten ist die heiße Phase im bauerngarten langsam vorbei. Damit meinen wir nicht das Wetter, sondern das sehr üppige Wachstum in der ersten Saisonhälfte, in der dauernd etwas weg muss, um Neuem Platz zu machen. Da die bauerngarten-Saison Ende Oktober endet, sind die Radieschen mit ihrer kurzen Kulturdauer inzwischen die letzte Aussaat.
  • Die Jungpflanzen stehen wie angekündigt an den Plätzen. Bitte nehmt euch bis kommenden Dienstag (Mette und Havelmathen) bzw. Mittwoch (Pankow und Ahrensfelde) eure Pflanzen, dann endet die reguläre Ausgabe. Wie immer schauen wir dann im Team, ob alle Standorte bis zum letzten Tag ausreichend Pflanzen in der Ausgabe hatten, sortieren gegebenenfalls um und schreiben euch, sobald wir fertig sind, im Gartentelegramm, ob es Reste gibt, die für alle freigegeben sind.

Termine

  • Montag 10.8.26 18:00-18:45 Uhr: Sprechstunde Genossenschaft und Hofübergabe via Zoom
  • Anfang September startet die Wiederbuchung für die Saison 2027. Dazu mehr im kommenden Gartentelegramm