Gartentelegramm 15/2026

Liebe*r Bauerngärtner*in,

inzwischen steht alles satt im Sommergrün. Viele Kulturen haben in den vergangenen warmen Wochen einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt und einige von ihnen freuen sich schon darauf, geerntet zu werden.

Neben der wöchentlichen Parzellenrundschau gibt es einige wichtige Hinweise zu Pflanzenkrankheiten, dem Quarantänekompost und den ersten Kartoffelkäferlarven.

Außerdem wird es einen kurzen Abschnitt zur Genossenschaftsgründung geben – dazu aber auch noch ein Sondertelegramm.

Parzellenrundschau

  • Die Asiasalate und der Spinat sind schon voll in der Blüte und sollten dringend aus dem Beet, je nach Zustand auf den Teller oder Quarantänekompost (hier nur die Wurzeln – Erklärung dazu unten im nächsten Beitrag). Der Rucola fängt auch an zu blühen und sollte jetzt geerntet werden, damit du ihn noch mild-nussig im Geschmack genießen kannst. Mit der Blüte bilden sich beim Rucola Senföle, die ihn bitter und schärfer werden lassen. Auch die Radieschen freuen sich über eine rasche Ernte. Werden sie zu lange im Boden gelassen, neigen sie dazu, holzig zu werden.
  • Bei den Zucchini zeigen sich vereinzelt die ersten Anzeichen von Mehltau auf den Blättern. Das ist zu diesem Zeitpunkt noch kein Grund zur Sorge. Die Krankheit wird durch die regelmäßige Überkopfberegnung begünstigt und gehört bei Zucchini fast schon zu den typischen Begleiterscheinungen des Sommers. Wir haben die Bewässerungszeiten bereits von 4x auf 2x die Woche angepasst.
  • Wir haben an einigen Standorten bei der Roten Bete die Blattfleckenkrankheit entdeckt. Die gute Nachricht: Die Knollen können weiterhin ohne Bedenken gegessen werden. Lediglich die Blätter sollten nicht auf der Parzelle, sondern im Quarantänekompost landen.

Quarantänekompost – gemeinsam Krankheiten vorbeugen

An allen Standorten gibt es ab jetzt einen geöffneten, beschrifteten Quarantänekompost. Dieser ist dafür gedacht, dort Pflanzenmaterial zu sammeln, das potenziell Krankheitserreger weiterverbreiten könnte.

Bitte entsorge hier nur die Blätter der Roten Bete sowie die Wurzeln der Asiasalate (lila und grün) und die Wurzeln vom Rucola.

Mit der Kreuzblütlerdeadline am 12. Juli kommen auch die Spitzkohl- und stehengebliebenen Radieschenwurzeln in den Quarantänekompost.

Gerade bei den Kreuzblütlern dient dies der Vorbeugung von Kohlhernie. Durch das vollständige Entfernen der Wurzeln reduzieren wir das Risiko, dass sich die Krankheit langfristig im Boden etabliert. Vielen Dank für eure Unterstützung bei dieser wichtigen und vorbeugenden Maßnahme!

Kartoffelkäferlarven – jetzt zählt jeder Tag

An mehreren Standorten wurden die ersten Kartoffelkäferlarven gesichtet. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt.

Während einzelne Käfer oft noch wenig Schaden verursachen, sind die Larven ausgesprochen gefräßig. Sie wachsen schnell und können innerhalb von drei bis vier Tagen ganze Kartoffelpflanzen nahezu kahl fressen.

Bitte kontrolliere deine Kartoffeln sorgfältig. Achte auf die rot-orangefarbenen Larven sowie auf Eigelege an den Blattunterseiten (siehe Gartentelegramm 14/2026). Werden Eier und Larven frühzeitig abgesammelt, lässt sich ein größerer Schaden meist sehr gut verhindern.

Jungpflanzen – Kürbis bitte noch stehen lassen

Am Jungpflanzenplatz hast du vielleicht schon die mit Erde gefüllten Anzuchtplatten entdeckt. Dort stehen die ausgesäten Kürbisse.

Bitte nimm dir hier noch keine Kürbispflanzen. Die Jungpflanzen benötigen noch etwas Zeit, bevor sie kräftig genug für das Auspflanzen sind. Sobald die Pflanzen freigegeben werden und in die Erde können, informieren wir dich wie gewohnt über das Gartentelegramm. Zu den Sorten wird es auch noch einen kurzen Beitrag in einem der nächsten Gartentelegramme geben.

Gründung bauerngarten eG

Am 05. Juni haben wir die bauerngarten eG gegründet. Zeitnah erhältst du ein Sondertelegramm mit weiterführenden Infos. Eins sei hier vorweggenommen, denn es kam auf der Gründungsveranstaltung zu kurz: danke an die tolle Tontechnik, Konrad, und die Moderation des Online-Raums, Paul, Max und Matthias!

Wünsche und Anmerkungen

  • Lutz aus Havelmathen weist darauf hin, dass das Beikraut auf der Parzelle verkompostiert wird und nicht an den Zaun gehört.
  • Sylvestre aus Ahrensfelde wünscht sich, dass Gartenkleingeräte und Stöcke innerhalb der Parzelle gelagert werden. Alles was vor der Parzelle lagert, kann in den Mäher geraten und im Zweifelsfall für beide schlecht ausgehen.
  • Sarah dankt den fleißigen Helferlein in Mette fürs Sammeln der vielen Tomateclips. Diese befinden sich mittlerweile als zusammengeclippte „Kette“ in der Werkzeughütte. Vielleicht auch eine Idee für die anderen Standorte? Damit der Plastik-Clip der Tomate nicht im Boden landet.
  • Konrad aus Mette wünscht sich, dass die Metalltomatenstangen durch Holzstecken ersetzt werden – eine vergessene Metallstange im Mulcher kann großen Schaden anrichten.
  • Wir möchten euch noch einmal dazu motivieren, Unkraut zu hacken. Dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben, zeigt sich dieses Jahr in vielen Parzellen, die wirklich toll aussehen. Über jeden Hackgang freut sich die Gemüsekultur – und am Ende freut ihr euch ebenfalls darüber. Es erspart euch viel Zeit: Lieber häufiger kurz und schnell hacken, als später mit großem Aufwand alles händisch herausziehen zu müssen

Termine

So, 14.06. 14:00-16:00 Uhr Selbstorganisierter Helfer*innentag II – Beikrautregulierung, Nachbarschaftshilfe und Solidarität

KW 26 – voraussichtlich Di, 23.06. 23.06. Jungpflanzenanlieferung II Havelmathen, Mette
KW 26 – voraussichtlich Mi, 23.06. 24.06. Jungpflanzenanlieferung II Pankow, Ahrensfelde